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Tiefer atmen.
Klarer leben.

Der Atem ist die einzige autonome Funktion des Körpers,
die wir willentlich beeinflussen können.

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Was ist Breathwork - Atemarbeit?

Breathwork – auch Atemarbeit oder Atemtraining genannt – ist der Oberbegriff für verschiedene Atemtechniken, die gezielt eingesetzt werden, um Körper und Geist positiv zu beeinflussen.

Viele dieser Techniken haben eine jahrhundertealte Tradition. Im Yoga sind sie als Pranayama bekannt. Prana bedeutet Lebensenergie, Ayama steht für das Lenken oder Erweitern dieser Energie. Auch viele indigene Kulturen nutzten den Atem bewusst, um Gesundheit, Klarheit und innere Balance zu fördern.

Heute bestätigt zunehmend auch die Wissenschaft, was diese Traditionen seit Langem wissen: Der Atem ist ein wirkungsvolles Werkzeug, um das Nervensystem zu regulieren und unser körperliches und emotionales Wohlbefinden zu unterstützen.

Neben den traditionellen Methoden gibt es moderne Atemtechniken, die wissenschaftliche Erkenntnisse integrieren – beispielsweise das zyklische Seufzen, funktionelles Atemtraining oder transformative Atemarbeit.

Bewusste Atemarbeit stärkt die Verbindung zu dir selbst. Sie hilft dir, die Signale deines Körpers früher wahrzunehmen, Stress rechtzeitig zu erkennen und gelassener darauf zu reagieren. So lernst du, deine Bedürfnisse und Grenzen besser zu verstehen – und deinem Körper das zu geben, was er gerade wirklich braucht.

Eine kleine Übung dazu:

Frage Dich immer wieder: Wie atme ich gerade?
Wenn der Atem stockt und Du Anspannung im Körper fühlst, dann atme tief in den Bauch ein – halte kurz -  und lasse die Anspannung mit der Ausatmung (forme ein kleines O mit dem Mund) einfach abfließen.
Wiederhole das 2-3 mal.
So kommen Körper, Geist & Atem wieder in Balance, und die Welt sieht gleich ein bisschen heller aus.

Durch das Erlernen von Atemtechniken können wir, unsere Emotionen beruhigen oder unsere Energie anheben. So wie wir es im jeweiligen Moment brauchen.

Der Atem ist die „Fernbedienung“ unseres Nervensystems

Eine sanfte Herz-Kohärenz-Atmung, die dich in wenigen Minuten zurück zu innerer Ruhe, Balance und Verbindung mit dir selbst bringt.

Warum Breathwork?

Die Kraft deines Atems 

Jeder Atemzug beeinflusst dein Nervensystem. Mit gezielten Atemtechniken kannst du lernen, Stress abzubauen, deine Energie bewusst zu steuern und Körper und Geist in Balance zu bringen.

Wissenschaftlich belegte Wirkungen

Studien zeigen, dass regelmäßiges Atemtraining unter anderem:

  • Stress reduziert und tiefe Entspannung fördert

  • das Nervensystem reguliert und die Resilienz stärkt

  • die Schlafqualität verbessern kann

  • die Stimmung positiv beeinflusst und Angst reduzieren kann

  • die Atemfunktion und Atemeffizienz verbessert

  • die körperliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer unterstützen kann

Die Forschung auf diesem Gebiet entwickelt sich stetig weiter und liefert laufend neue Erkenntnisse.

Häufig berichtete Erfahrungen

Viele Menschen erleben durch regelmäßige Atemarbeit zusätzlich:

  • mehr Energie und innere Balance

  • mehr Klarheit, Fokus und Motivation

  • einen gelasseneren Umgang mit Stress und Herausforderungen

  • eine bessere emotionale Regulation

  • mehr innere Ruhe – auch in turbulenten Zeiten

  • einen bewussteren Zugang zu Gefühlen und eigenen Bedürfnissen

  • ein Gefühl von Verbundenheit, Freude und innerem Frieden

Je nach Atemtechnik können die Wirkungen unterschiedlich sein. Manche Übungen wirken beruhigend und entspannend, andere aktivierend und leistungssteigernd, wieder andere ermöglichen einen tieferen Zugang zu den eigenen Emotionen und inneren Prozessen.

Regelmäßigkeit & Energie

Warum regelmäßiges Atemtraining so wertvoll ist

Wie bei jeder Fähigkeit gilt auch beim Atmen: Die größte Wirkung entsteht durch Regelmäßigkeit.

Mit jeder Übung lernst du, dein Nervensystem bewusster wahrzunehmen und es gezielt zu regulieren. Dadurch fällt es vielen Menschen leichter, auch in herausfordernden Situationen ruhig, klar und handlungsfähig zu bleiben. Resilienz entsteht nicht an einem Tag – sie wächst mit jeder bewussten Atempause.

Regelmäßige Atemarbeit kann dabei helfen, Stress abzubauen, die Schlafqualität zu verbessern und Körper und Geist immer wieder in Balance zu bringen. Man könnte sie als eine Art „Seelenhygiene“ bezeichnen: So wie wir täglich unsere Zähne putzen, dürfen auch unser Nervensystem und unser Geist regelmäßig zur Ruhe kommen.

Warum schenkt Breathwork oft mehr Energie?

Stell dir dein Gehirn wie einen Browser vor.

Wie viele Tabs sind gerade geöffnet? Welche laufen schon seit Tagen oder Wochen im Hintergrund und verbrauchen unbemerkt Energie?

Genau so kann es unserem Nervensystem gehen. Unerledigte Gedanken, anhaltender Stress oder belastende Erfahrungen beschäftigen uns oft, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Sie kosten Aufmerksamkeit und Kraft.

Bewusste Atemarbeit schafft Raum. Sie hilft vielen Menschen, innere Anspannung loszulassen, Gedanken zu sortieren und wieder ganz im Hier und Jetzt anzukommen. Wenn weniger „Tabs“ im Hintergrund laufen, wird Energie frei – für das, was im Leben wirklich wichtig ist.

Viele Teilnehmer berichten deshalb nach regelmäßiger Atempraxis von mehr Leichtigkeit, innerer Ruhe und dem Gefühl, wieder mehr Energie für ihren Alltag zu haben.

Atme langsam und tief EIN
Atme langsam und tief AUS

Unser Atem fließt ganz automatisch, wir können ihn aber auch willentlich steuern. Damit haben wir Einfluss auf unser Nervensystem und unseren inneren Zustand. Wir haben den Atem immer dabei, er kostet nichts und der Effekt ist innerhalb weniger Minuten selbst spürbar.

Ein paar kleine Übungen

Versteife Dich nicht auf die exakte Sekundenzahl, orientiere Dich nur daran. Es ist viel wertvoller, Dich von Deinem eigenen Gefühl leiten zu lassen. Wenn es Dir möglich ist, mache die Übungen für mindestens 3 Minuten, dann profitiert auch Dein Nervensystem nachhaltig davon. 

Die Box-Atmung (wird bei US-Navy-SEALs-Spezialeinheit angewandt)

  1. Wie geht’s? Atme 4 Sekunden lang ein, halte den Atem für 4 Sekunden, atme 4 Sekunden lang aus, und halte den Atem 4 Sekunden lang draußen.
    Beginne von vorne. Fühle Dich frei, auf 3 Sekunden zu wechseln, wenn das angenehmer ist.
  2. Für welche Situationen? Vor stressigen Ereignissen (Meeting / Kindergeburtstag), für Konzentration, um den Geist zu beruhigen, bei Angst und Panik
  3. Was passiert im Körper? Die Box-Atmung beruhigt unser Nervensystem und fördert die Konzentration und Struktur indem sie den präfrontalen Kortex unseres Gehirns beschäftigt. Sie hilft Dir, die Ruhe zu bewahren.

Die tiefe Bauchatmung

  1. Wie geht’s? Lege eine Hand auf den Bauch und atme tief ein, sodass die Ausdehnung der Lunge das Zwerchfell nach unten schiebt und der Bauch nach vorne kommt. Atme langsamer aus, dass der Bauch wieder zurück sinkt. Wiederhole das ein paar Mal.
  1. Für welche Situationen?  Wenn Du mehr Energie brauchst / Wenn um Dich herum alles wirbelt, Du aber in Deiner Mitte bleiben möchtest bzw. dahin zurück willst.
    Mit etwas Übung fühlst Du Dich wie im Auge des Sturms, wo absolute Stille herrscht.
  2. Was passiert im Körper? Die Bauchatmung verbessert die Sauerstoffversorgung und Durchblutung der Bauchorgane. In allen Zellen von Magen, Leber, Darm, Bauchspeicheldrüse, Galle wird Kohlenstoffdioxid vermehrt abtransportiert (Reinigung) und neuer Sauerstoff kommt zu den Zellen, so dass sie schneller regenerieren können.

Die 4-7-8-Atmung oder die 4:(4):6-Atmung
Welche Technik besser wirkt, ist individuell verschieden. Probiere beide aus und finde deine persönliche Lieblingsübung.

  1. Wie geht’s? Atme 4 Sekunden ein, halte den Atem 7 Sekunden an und atme 8 Sekunden aus.
    Oder  4 Sekunden ein – 4 Sekunden halten – 6 Sekunden aus (am Anfang kann die Haltephase auch weggelassen werden)
  2. Für welche Situationen? 4-7-8: Eine gewisse Zeit vor dem Schlafengehen (zwischen 16 und 20 Uhr), um den Geist zur Ruhe zu beruhigen.
    4:4:6 kann auch direkt am Abend / in der Nacht angewendet werden.
  3. Was passiert im Körper? Der Parasympathikus wird aktiviert, der Sympathikus herunter gefahren. Das hilft Dir zur Ruhe zu kommen und schneller einzuschlafen.
    Übrigens: 80% aller Benefits des Schlafes bekommst Du schon, wenn Du nur in einem dunklen Raum liegst! – Gehe es also locker an!

Die 50:50-Atmung

  1. Wie geht’s? Forme den Mund zu einem kleinen O und atme 50x etwas schneller und tiefer ein und aus. Dann atme tief ein und halte den Atem für 45-60 Sekunden an. Visualisiere dabei die kommende Situation, auf die Du Dich vorbereiten willst.
    >>> Widerhole die Übung noch einmal <<<
  2. Für welche Situationen? Gibt dir Power für den Sport, aber auch für das kommende Meeting, den Kindergeburtstag oder den langen Arbeitstag
  3. Was passiert im Körper? Die 50:50-Atmung aktiviert verschiedene Hormone und Neurotransmitter, die leistungsfähiger und resilienter machen.
Science

Studien & Berichte

Breathwork, oder Atemarbeit, gewinnt weltweit als kraftvolle Methode für Gesundheit und Wohlbefinden immer mehr an Bedeutung. Unter Breathwork versteht man eine Vielzahl bewusster Atemtechniken, die Du gezielt einsetzen kannst, um Körper und Geist zu regulieren, Stress zu reduzieren und emotionale Blockaden zu lösen. Anders als bei herkömmlicher Meditation veränderst Du hier aktiv Deine Atmung, was nachweislich Dein autonomes Nervensystem und verschiedene Gehirnfunktionen positiv beeinflussen kann.

Wissenschaftliche Studien zeigen zunehmend, wie Breathwork Deine psychische Gesundheit stärkt, Dich bei der Auflösung von Trauma unterstützt und sogar Deine sportliche Leistungsfähigkeit beeinflussen kann. Diese Übersicht gibt Dir einen klar strukturierten Einblick in die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Neue Studien

10-25

6 Wochen Online-Breathwork reduzierten Angstsymptome in Studie signifikant stärker als keine Intervention und zeigen großes Potenzial als zugängliche Ergänzung zur Behandlung von Ängsten.

04-25

Ein 14-wöchiges Atemprogramm mit nur 30 Minuten pro Woche verbesserte bei Universitätsstudenten messbar Stress, Angst, Depressionen, Schlafqualität und emotionale Regulation und zeigt das Potenzial einfacher Atemübungen für die psychische Gesundheit.

Studie über das Zyklische Seufzen

(u.a.) von Andrew Huberman (Neurowissenschaftler an der Stanford Universität und Podcaster)

Bericht: Wie bleibt man unter Stress gelassen?

Der Neurobiologe Andrew Huberman von der Stanford University verrät im Interview zwei einfache Wege: den »Panoramablick« und das »physiologische Seufzen«.

Atempraktiken zur Stress- und Angstreduktion

Klinische Studien: Neurowissenschaftliche und klinische Erforschung in Deutschland

Schwerpunkte: Wirkung auf Gehirn, mentale Gesundheit und Verhalten, Vergleich zu psychedelischen Ansätzen.

Randomisierte kontrollierte Studie: Atembasierte Meditation reduziert posttraumatische Belastung

Stichprobe: US-Veteranen, deutliche Abnahme von PTBS-Symptomen.

Behandlung von PTBS und seelischen Erschütterungen mit Transformativem Atem

Bericht zur Wirkung von Breathwork auf Trauma/Stresserleben

Breathwork und Sport

Wissenschaftlicher Hintergrund: Atmung und Leistungsregulation, Resilienz & Balance

Besser im Sport durch Atemtraining

längerfristige Atemtrainingseinheiten eine signifikante Erhöhung der HRV bewirken können, verbunden mit verbesserter emotionaler und körperlicher Gesundheit.

Breathwork allgemein

Überblick klinischer und neurowissenschaftlicher Studien

Fokus: Empirische Studien zu allgemeinem Wohlbefinden, Bewusstseinszuständen sowie neuronalen Mechanismen.

Atem und Schlaf

Atemarbeit in der Körperpsychotherapie

Durch Atemarbeit induzierte psychedelische Erfahrungen modulieren die neuronale Dynamik Atem induziert psychedelische Erfahrungen
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